Breo Clique Bummel 2013 - Trychlergruppe Dietikon

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Breo Clique Bummel 2013

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Die einheimischen Trychler hatten gestern Besuch aus Basel. Dabei wurde es ziemlich laut. Dennoch zog der Umzug in der Früh wie ein Magnet die Passanten an.
von Sina Albisetti


Wer in Dietikon am Sonntagmorgen um 10.30 Uhr noch schlief, erlebte für einmal ein ganz besonderes Erwachen. Es knallt, bimmelt und schellt ganz gewaltig im Zentrum der Stadt. Dazu gesellen sich melodiöse Pfeiftöne und rhythmische Tambouren-Schläge, die sich bis zu einem regelrechten Klanginferno steigern. Ist denn die Fasnacht nicht bereits vorbei, fragt sich wohl manch einer. Doch wer einen Blick nach draussen wagt, dem wird bald klar, woher die laute Musik kommt.
Durch die Strassen ziehen die Dietiker Trychler und Geisslechlepfer. Doch diesmal haben sie zur Verstärkung sogar noch Tambouren und Pfeifer dabei. Der Grund: Die Dietiker durften gestern hohen Besuch aus dem Baselbiet empfangen. 70 Mitglieder der Breo-Fasnachtsgesellschaft haben den Weg ins Limmattal auf sich genommen, um einen neuen Schweizer Brauch kennenzulernen: die Trychler.

«Bummel» ins Ungewisse

Für die Basler ist der Anlass Tradition. An einem der drei Sonntage nach der Basler Fasnacht begibt sich jede Clique auf den sogenannten «Bummel». Dabei besuchen sie jedes Jahr andere Schweizer Gesellschaften, um deren Traditionen und Bräuche kennen zu lernen. Der Bummel soll den Baslern aufzeigen, dass es in der Schweiz noch andere Brauchtümer gibt, die ähnlich laut sein können wie die Trommler und Pfeifer. Der Ausflug wird von ein paar wenigen Mitgliedern organisiert und ist für den Rest der Basler Clique immer auch eine Fahrt ins Ungewisse - und eine Bereicherung.
Weil die Basler das Trychlen und Geisslechlepfen in ihrer Region nicht kennen, haben sie dieses Jahr die Dietiker um ein Rendezvous gebeten. Pius Baggenstos, Präsident der Trychler-Gruppe, nahm die Anfrage dankend an: «Wir sind stolz, die Breo-Clique in Dietikon begrüssen zu dürfen. Der gemeinsame Umzug ist ein spezielles Erlebnis.» Doch nicht nur den Gastgebern gefällt der Austausch. Auch die Mitglieder der Breo-Clique freuen sich - vor allem am traditionellen Empfang.
Der gemeinsame Umzug in der Früh zieht wie ein Magnet Passanten an. Die laute Musik hat diverse Anwohner aus den Häusern gelockt. Doch erzürnt über die lauten Klänge am Morgen ist niemand. Ganz im Gegenteil, die Leute klatschen und freuen sich über die musizierende Gesellschaft. «Es ist wirklich schön, dass in der Schweiz Traditionen bewahrt und Bräuche gelebt werden», findet der Dietiker Martin Schlindwein.

«Ständeli» für die Festgesellschaft

Beim Stadthaus angekommen, verstummt das Knallen, Pfeifen und Trommeln. Auch die Schellen läuten gemächlich aus. Doch für die versammelte Festgesellschaft, der sich auch Stadtpräsident Otto Müller und Stadtrat Jean-Pierre Balbiani angeschlossen haben, ist noch lange nicht fertig musiziert. Zum Dank für den herzlichen Empfang und den Apéro nehmen die Basler für ein «Ständeli» nochmals ihre Instrumente in die Hand und fluten den Platz mit festlichen Klängen.
(az Limmattaler Zeitung)

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